Youssouf Simbo Diakité

Von Redaktion ·

Die Welt von morgen, wie ich sie mir wünsche, sieht so aus: Ich möchte eine Welt, die erkennt, dass Afrikaner und andere diskriminierte Gruppen auch Menschen sind, die etwas zur Gesellschaft beitragen können und die deshalb gleiche Chancen verdienen.

Mit einer Million Euro würde ich: eine Riesen-Kampagne im Maghreb und besonders in meinem Herkunftsland Mali machen, um unsere Leute dazu zu überreden, in Afrika zu bleiben. Im Fernsehen würde ich zeigen, was sie Schlimmes auf der Überfahrt erwartet. So könnten vielleicht ein paar Leben gerettet werden.

Ich ärgere mich furchtbar über: viele Dinge. Im Moment aber besonders über die Politik der afrikanischen Länder. Dass sie keine Perspektiven schafft, damit unsere Leute dort bleiben können.

Youssouf Simbo Diakité (30) hat vor drei Jahren den Verein Afrikanischer Studierender (VAS) gegründet. Ein Jahr zuvor ist er aus Mali nach Österreich gekommen. VAS unterstützt afrikanische Studierende und will das positive Image von Afrikanerinnen und Afrikanern in Österreich stärken.

Seite einiger Zeit ist VAS auch Teil des Europäischen Jugendnetzwerks der Afrikanischen Diaspora und auf europäischer Ebene aktiv.

www.vas-oesterreich.at

Wenn jemand zu mir sagt „Hat doch eh alles keinen Sinn“, dann sage ich: Stimmt nicht! Ich habe so viele Menschen gesehen, deren Leben besser geworden ist, die hier in Europa sehr erfolgreich sind. Wir haben durch unsere Arbeit in nur drei Jahren gemerkt, wie sehr wir Dinge ändern können.

Ein perfekter Tag sieht für mich so aus: Ohne schwere Gedanken mit meiner Familie zusammen sein. Aber es gibt so viel zu tun, ein Tag ohne Sorgen ist schwer zu verbringen. Ich schalte den Fernseher ein und sehe meine Brüder, die sterben.

Wenn ich mit den mächtigsten Menschen der Welt an einem Tisch säße, würde ich sagen: Werdet bessere Menschen! Redet nicht, tut etwas!

Das werde ich als nächstes machen: Ich möchte die europaweite Vertretung der afrikanischen Diaspora weiter stärken. Sie soll eine Lobby für Afrikanerinnen und Afrikaner und eine Brücke zwischen Europa und Afrika sein.

Das rate ich Leuten, die etwas verändern möchten: Jeder kann etwas bewegen, aber niemand kann alles gleichzeitig machen. Ich habe mir ein spezielles Feld gesucht. Wenn du deinem Nachbarn helfen kannst, dann mach das! Wenn du die Möglichkeit hast, mit Politikerinnen und Politikern zu reden, dann tu das! Jeder muss seinen Weg finden.       noh

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