YouTube-Videos für den Umweltschutz

Von Redaktion ·

Brasilien

Der Bau des Mega-Wasserkraftwerks Belo Monte im brasilianischen Regenwald stößt im Land selbst und international auf viel Kritik. Im Jahr 2011 schlossen sich 18 bekannte brasilianische Fernseh-Schauspielerinnen und -Schauspieler zur Gruppe „Movimento Gota d’Água“ („Bewegung Wassertropfen“) zusammen, um gegen Belo Monte zu protestieren. Sie produzierten Videos, in denen sie die Konsequenzen für Menschen und Umwelt thematisierten, und machten ihre Zweifel an Belo Monte auf YouTube, Twitter, Facebook und verschiedenen Blogs laut. Außerdem organisierte die Gruppe eine Online-Petition, um den Bau des Kraftwerks zu stoppen, die in den ersten 48 Stunden bereits eine halbe Million Unterzeichnerinnen und Unterzeichner hatte. Die insgesamt 1,4 Millionen Unterschriften überreichte sie schließlich Präsidentin Dilma Roussef.

„Movimento Gota d’Água“ löste eine lebendige Debatte innerhalb der brasilianischen Medien und der Gesellschaft insgesamt über die Vor- und Nachteile des Wasserkraftwerks aus. Die Videos der Schauspielerinnen und Schauspieler sowie die entsprechenden Antwortvideos hatten auf YouTube innerhalb von zwei Wochen 4,3 Millionen Aufrufe. In tausenden Kommentaren wurden inhaltliche Fragen diskutiert. Zu realen Protesten und konkreten Aktionen, die eine wirkliche Chance hätten, den Bau aufzuhalten, führte dies allerdings nicht.

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