Zu positives Bild

Von A. Supper ·

Thema 1-2/2010

In Ihrem Islam-Schwerpunkt zeichnen Sie ein sehr positives, menschliches Bild des frühen Islam. Ich lese, dass sogar ein Schwarzer Mohammeds erster Muezzin werden konnte. Ich vermisse allerdings die Zusatzinformation, dass dieser Bilal ein Sklave war. (Afrikanische Sklaven waren wegen ihrer Gesangskünste äußerst begehrt.)

Weiter heißt es, dass Mohammed für die Rechte der Frauen eintrat. Zitate wie „Diejenigen Frauen aber, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet – ermahnt sie, lasst sie
allein in den Betten, sperrt sie in ihre Gemächer, schlagt sie“, findet man in den Überlieferungen zwar zur Genüge, nicht aber im Südwind-Magazin. Im Artikel über männliche Homosexualität wird die Position des Propheten nicht wiedergegeben: Steinigung.

Kleine Anmerkung auch zu Abu Bakr, dem ersten Nachfolger Mohammeds, von dem Sie schreiben, dass reformorientierte Muslime heutzutage zu seiner Praxis zurück streben. Mit seiner Billigung wurden etwa zwei Sängerinnen, die es gewagt hatten, satirische Lieder über Muslime zu singen, die Hände abgeschnitten und die Zähne gezogen, damit sie nie wieder ein Instrument spielen oder singen konnten.

Ein kurzer Blick in den Koran zeigt, wie schonungslos dort gegen alles gehetzt wird, was nicht auf Linie des Propheten liegt.

A. Supper
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