Zweifelhafte Ehren

Von Christina Bell ·

Zum zweiten Mal vergab das Netzwerk Soziale Verantwortung den Schmähpreis „Schandfleck“. Das Südwind-Magazin bat dessen Vorsitzenden Franz Fiala um ein Resümee.

Südwind-Magazin: Die heurige Schandfleck-Gala ist vorbei. Wie lautet Ihr Resümee?
Franz Fiala:
Insgesamt hat alles weit besser und professioneller funktioniert als bei der ersten Verleihung im Vorjahr: Zeitablauf, Dossiererstellung, Webauftritt, Gala mit Live-Stream. Diesmal hatten wir sogar zu wenige Plätze im Theater! Auch das Echo war sehr gut.

Gab es eine Zunahme beim öffentlichen bzw. medialen Interesse?
Eindeutig! Diesmal gibt es eine lange Liste von Medienberichten, z.B. die Online-Ausgaben von Kurier, Presse, Der Standard, News, Salzburger Nachrichten, Kleine Zeitung, Tiroler Tageszeitung, Heute.

Haben die Preisträger, Andritz Hydro und die Bundestheater Holding, reagiert?
Nicht die Bundestheater Holding, aber die G4S hat uns gemäß §12 des Medien-Gesetzes zu einer Gegendarstellung aufgefordert. Es ging darum, dass Christian Diaz von der G4S Secure Solutions AG nicht entlassen wurde, wie wir geschrieben haben, sondern lediglich das zwischen ihm und G4S bestehende Dienstverhältnis im Probemonat aufgelöst wurde. Dem Begehren sind wir nachgekommen.

Wie geht es nach der Preisverleihung weiter? Wird der Dialog mit den „Ausgezeichneten“ gesucht? Oder bleibt es beim „Name & Shame“?
Der Sinn des Preises besteht nicht darin, den Dialog zu suchen bzw. individuelle Verhaltensänderungen einzelner Organisationen herbeizuführen, sondern darin, politische Forderungen zu erheben, die ein unverantwortliches Handeln erschweren bzw. abstellen.

Wird es auch einen „Schandfleck des Jahres 2014“ geben? Ist eine Weiterentwicklung geplant?
Ganz sicher gibt es den Schandfleck auch im nächsten Jahr! Wir werden wie im Vorjahr eine Evaluierung des gesamten Ablaufes durchführen und darauf aufbauend versuchen, den Schandfleck noch weiter zu verbessern. Ich denke, dass wir vor allem noch an der Breitenwirkung arbeiten müssen.

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