Faires Schuhwerk

Der Großvater unseres Grafikers war Schuhmacher. Die Großmutter einer Südwind-Kollegin hat in einer Taschenfabrik gearbeitet. Und mein Vater war Sattler. Zufall? Ich denke nicht.

Bis in die 1960er Jahre wurden bei uns Schuhe handwerklich hergestellt. Heute nähen vielfach Arbeiterinnen in Niedriglohnländern (hier Bangladesch) die Oberteile in Heimarbeit. In Fabriken werden die Schuhe endgefertigt.© Christina Schröder

Die Produktion von Leder, Schuhen und Taschen war vor einigen Jahrzehnten bei uns weit verbreitet. Und obwohl heute im Durchschnitt jede und jeder von uns sechs paar Schuhe und einige Taschen besitzt, gibt es hierzulande nur noch Reste einer einst blühenden Lederwarenproduktion. Schuhe werden dort hergestellt, wo soziale und ökologische Standards niedrig sind. Das Produkt muss billig sein, damit jene Gewinne einstreifen können, die das Karussell der globalen Wirtschaft in Gang halten.

Wie in der gesamten Textilindustrie wird es Konsumentinnen und Konsumenten immer stärker bewusst, dass eigentlich sie im Schuhgeschäft das Sagen haben.


26   Wirtschaftsmotor: Die Macht der Werbung.

28   Gefragt: Schuhproduzent Heini Staudinger.

29   Gefragt: Schuhproduzent Thomas Schützeneder.

30   Alternativen: Nachhaltige Schuhe.

31   Bangladesch: Giftige Gerbereien.

32   Materialien: Was steckt im Schuh?

34   Kampagne: „Change your Shoes“.


Redaktion: Brigitte Pilz

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