Wer ist … Mo Ibrahim?

© Chatham House – CC BY 2.0

Der 1946 geborene sudanesisch-britische Self-made-Milliardär aus der Telekommunikationsbranche hat 2006 die Mo Ibrahim Foundation gegründet. Die Stiftung soll gute Regierungsführung auf dem afrikanischen Kontinent fördern. Der jährlich erstellte Ibrahim Index of African Governance (IIAG) misst nach 58 Kriterien in fünf Kategorien die Regierungsführung in 54 afrikanischen Ländern. An der Spitze steht Mauritius, das Schlusslicht bildet Somalia. Wobei sich auf dem Kontinent keine einheitliche Entwicklung zeigt: zwischen 2008 und 2017 hat sich laut IIAG die Regierungsführung in 34 Ländern verbessert und in 18 verschlechtert.

Zusätzlich schreibt die Stiftung jährlich einen Preis für vorbildliche Regierungsführung aus, der an ehemalige Staatschefs vergeben wird. Mit fünf Mio. US-Dollar für die ersten zehn und je 200.000 Dollar jährlich lebenslang gehört er zu den höchstdotierten der Welt. Vergeben wurde der Preis seit 2007 mangels KandidatInnen erst fünfmal, zuletzt 2017 an Ellen Johnson Sirleaf, die Ex-Präsidentin von Liberia.

Während die philanthropische Absicht von Mo Ibrahim kaum in Zweifel gezogen wird, gibt es auch Kritik an den Kriterien des Index und der Höhe des ausgelobten Preises (eine ausgeklügelte Art der Bestechung?).    ki

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