Live Aid – zweite Runde

Von red ·

Bob Geldof, Madonna, U2 & Co. engagieren sich für Schuldenerlass und mehr Entwicklungshilfe.

Zwanzig Jahre nach dem spektakulären Benefizkonzert Live Aid organisierte der Popstar Bob Geldof nun eine Nachfolgeveranstaltung. Sie wird am 2. Juli mit Konzerten in London, Berlin, Paris, Rom, Ottawa, Tokio und Philadelphia stattfinden; auftreten werden u. a. der Initiator selbst, Madonna, U2, Robbie Williams, Paul McCartney, Pink Floyd, Elton John …
Diesmal steht nicht das Sammeln von Spendengeldern im Vordergrund wie vor 20 Jahren – die Konzerte finden bei freiem Eintritt statt –, sondern im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung der ZuhörerInnen vor Ort und vor den Fernsehschirmen weltweit für entwicklungspolitische Anliegen. Konkreter Anlass für die Initiative ist der Gipfel der G-8 (die sieben reichsten Länder der Welt plus Russland), der wenige Tage darauf im schottischen Edinburgh stattfindet. Auch dort wird es am 4. Juli ein Konzert geben und eine Demonstration, zu der Geldof eine Million Menschen erwartet.

Das Ziel ist, die G-8-Staatsführer zu verbindlichen Zusagen von Maßnahmen zur globalen Armutsbekämpfung zu bringen, u.a. Schuldenerlass und mehr Mittel für Entwicklungshilfe. Auf politischer Ebene will sich auf dem G-8-Gipfel der britische Regierungschef Tony Blair seine Afrika-Initiative absegnen und finanziell absichern lassen. Der Ball liegt nun bei den Herren der Welt – eine Staatschefin wird man im Kreise der G-8 vergeblich suchen.

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