Klimagerechtigkeit braucht mehr als Blablabla

Von Christine Tragler · ·
Klimaaktivist*innen aus dem Globalen Süden und Norden trafen sich im Rahmen des Projektes "Climate Of Change" im Herbst 2022 in Senegal. Foto: Südwind/Vincent Sufiyan

Alles reden übers Klima. Wir reden über Klimagerechtigkeit und zeigen die globalen Zusammenhänge auf.

Zwischen dem 6. und dem 18. November 2022 findet die 27. Konferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP) im ägyptischen Sharm el-Sheikh statt. Ebendort beklagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen, es gebe weltweit „noch viel zu viel Blablabla und viel zu wenige Taten im Klimaschutz“.

Das sehen wir ähnlich. Deshalb kommen im Südwind-Magazin regelmäßig Aktivist*innen und Forscher*innen zu Wort, die konkret ansprechen, was angesichts der verheerenden Auswirkungen, die extreme Wetterereignisse für Millionen Menschen haben, zu tun ist. Wir schreiben darüber, wie wir die Welt klimaneutral und klimagerechter gestalten können – und welche historische Verantwortung der Globale Norden am Raubbau und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen zu tragen hat.

Einfluss nehmen. In der aktuellen Ausgabe (Südwind-Magazin 11-12/2022) entblößt Martin Jäggle in seinem Kommentar „Demokratie braucht mehr Partizipation“ das fragliche Demokratieverständnis einer österreichischen Regierungspartei, die gegen den Klimarat wettert und Bürger*innenbeteiligung delegitimiert. „Was Bürger*innräte bringen“ und wer mitreden darf, darüber haben wir am Beispiel des Klimarats, der mit Hilfe eines Volksbegehrens ins Leben gerufen wurde, berichet.

Konkrete Auswirkungen. Wie dramatisch die Klimaveränderungen im Globalen Süden zu spüren sind, zeigen wir anhand eines Lokalaugenscheins im Nordosten Nepals, am Fuße des Mount Everest: Im Himalaya steigen die Temperaturen doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. Und auch andererorts werden aufgrund von Überflutungen, Wirbelstürmen, Meeresspiegelanstieg und Dürren immer mehr Menschen gezwungen, ihr Land zu verlassen. Zu den Zusammenhängen zwischen Klimakrise und Staatenlosigkeit fragten wir bei der Juristin und Menschenrechtsexpertin Margit Ammer nach.

Junge ernst nehmen. „Die Klimakrise ist eine soziale Krise. Sie erhöht den Druck und verstärkt die Diskriminierung von Frauen, LGBTIQ+-Personen und People of Colour“, sagt eine Lobau-Aktivistin im Interview. Apropos soziale Krise. Eine internationale Studie zeigt: 70 Prozent der jungen Menschen fürchten sich vor den Folgen der Klimakrise. Angst ist verständlich, aber wie können wir dennoch handlungsfähig bleiben? Ein Stimmungbild zur grassierenden Klimaangst gibt die Jugendredaktion der von Südwind koordinierten Klimakampagne #ClimateOfChange.

Und die Politik? Über die Abhängigkeit von Russland, Erdgaslieferländer & Menschenrechte sowie Österreichs Rolle in der Klimakrise sprachen wir mit Leonore Gewessler, grüne Bundesministerin u. a. für Klimaschutz, Energie und Innovation.

Viel zu tun. Gerade medial am Thema dran zu bleiben, ist jetzt wichtig. Dabei können Tools und Initiativen helfen: Das Klimadashboard etwa stellt Daten, Grafiken und Fakten anschaulich zusammen. Und einen wichtigen Impuls setzt gerade das Netzwerk Klimajournalismus: Die medienübergreifende, von engagierten Klimajournalistinnen gegründete Plattform erarbeitet derzeit mit Redaktionen an einem Klima-Kodex für Medien.

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